God of War: Laufey, das am 2. Juni 2026 während PlayStations neuester „State of Play“-Präsentation angekündigt wurde, baut auf dem Erbe der Reihe auf, ersetzt aber deren gewohnte Hauptfiguren durch eine ganz andere Art von Kriegerin. Dieses Spin-off, das sich noch stärker auf die nordischen Wurzeln des Franchise stützt, setzt lange nach der Bestattung von Faye an – der Riesin, deren Leben und Tod die Beziehung zwischen Kratos und Atreus prägten. Laut dem Trailer zum Spiel findet sie sich in einer Jenseitswelt namens Everywhen wieder, einem Reich, in dem Götter aller Pantheons gegeneinander Krieg führen. Es ist die erste große Änderung am Status quo der Reihe, an der Kratos nicht beteiligt ist, doch der neueste Teil von God of War könnte noch größer werden als sein bisheriger Hauptdarsteller.

Die Formel von God of War erweist sich als flexibel

Das Santa Monica Studio hat die Formel der Reihe zwar nicht komplett neu erfunden, aber das bedeutet nicht, dass God of War: Laufey nur ein Aufguss des Bisherigen ist. Die größte Weiterentwicklung scheint das Kampfsystem des Spiels zu sein: Faye bekämpft ihre Feinde mit einer Mischung aus Geschwindigkeit und Kraft, die an Kratos' frühere Jahre erinnert. Ihre Bewegungen besitzen eine gewisse Leichtigkeit, die sie agiler macht als den Geist von Sparta. Fayes Moves wirken wie eine Kombination aus dem schnellen, akrobatischen Stil der griechischen Trilogie und dem bodenständigen, aber dennoch kraftvollen Stil von God of War (2018) – eine Mischung, die wohl jeden Geschmack ansprechen dürfte.

Doch es sind nicht nur ihre Angriffe, die sie von anderen abheben; die Trailer des Spiels rücken auch eine Reihe magischer Fähigkeiten in den Fokus, die auf Fayes übernatürliche Abstammung anspielen. Diese Mischung aus verschiedenen Kampftechniken verleiht ihrem Charakter eine gewisse Flexibilität, was laut dem Director des Spiels genau so beabsichtigt war.

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Ein Reich ohne Grenzen

Der bemerkenswerteste Aspekt des Spiels ist jedoch nicht Fayes Kampfstil, sondern vielmehr das Reich „Everywhen“, welches anscheinend die Grenzen jeder einzelnen Mythologie überschreitet.

Wie der Trailer deutlich macht, beschränkt sich das Everywhen nicht auf die nordische Kosmologie. Faye und Kratos begegnen auf ihrer Reise einer Reihe bekannter Götter, doch das Reich scheint so konzipiert zu sein, dass es Platz für eine Vielzahl übernatürlicher Wesen bietet.

Diese Entwicklung öffnet die Tür für eine wirklich bemerkenswerte Erzählweise. Kratos hat einen Großteil der letzten beiden Spiele damit verbracht, ganze Zivilisationen zu dezimieren, sodass für die Götter, die sie einst beherrschten, kaum etwas übrig blieb. Das Everywhen ist daher der perfekte Schauplatz für einen neuen Konflikt, der sich dennoch in die übergeordneten Themen von God of War – Rache und Aufopferung – einfügt. Wenn das Santa Monica Studio noch größer denkt, könnte allein die Existenz des Everywhen es God of War: Laufey ermöglichen, über die Zwänge einer einzelnen Mythologie hinauszuwachsen.

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Mehr als nur Kratos' Geschichte

Trotz dieser Innovationen bleibt God of War: Laufey im Kern ein echtes God of War, was bedeutet, dass seine Geschichte so emotional bewegend ist wie eh und je. Anstatt jedoch dieselbe alte Erzählung von Rache und Gewalt aufzuwärmen, betont der Trailer zu Laufey eher Fayes Beziehungen zu anderen. Sie wird nicht von dem Wunsch angetrieben, die Neun Reiche zu erobern, weil eine Prophezeiung es verlangt. Sie kämpft, weil ihre Taten das Schicksal unzähliger Leben prägen werden – ganz ähnlich wie bei ihrem Sohn. Selbst im Tod verkörpert Faye die besten Eigenschaften einer God of War-Protagonistin.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Kratos in dem neuen Titel in Vergessenheit gerät.

Die Entwickler haben bereits durchblicken lassen, dass auf den Geist von Sparta noch weitere Abenteuer warten, sodass seine Auftritte in Laufey kaum seine letzten sein dürften. Doch auch abseits von Kratos deuten die ersten Trailer darauf hin, dass God of War bereit ist, in seinem neuesten Ableger neue Wege zu gehen. Es könnte sein, dass die kommenden Projekte der Reihe einem ähnlichen Muster folgen und sich allmählich von einer einzigen, allumfassenden Geschichte lösen, während sie dennoch auf den vertrauten Themen und dem Setting der Serie aufbauen. Es ist ein risikoreiches Unterfangen, das jedoch das Potenzial hat, dem Franchise neues Leben einzuhauchen.

Meine Gedanken bisher...

Mit dem Potenzial für aufregende neue Schauplätze und einer Geschichte, die weiterhin auf emotionale Bindung und Aufopferung setzt, schickt sich God of War: Laufey an, das Versprechen der Reihe einzulösen – nämlich mehr zu sein als nur eine simple Superhelden-Fantasie. Die Bereitschaft des Santa Monica Studios, sich von einem der bekanntesten Protagonisten der Videospielgeschichte zu lösen, ist ein mutiger Schritt, der sich langfristig auszahlen sollte. Auch wenn viele Details über das Spiel noch im Dunkeln liegen, deuten die ersten Einblicke darauf hin, dass Laufey der Beginn einer vielversprechenden neuen Zukunft für God of War sein könnte.